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Herzlich Willkommen!

Die Stiftung Kastanienhof ist eine gemeinnützige Stiftung des bürgerlichen Rechts mit dem Sitz in Prezelle im Landkreis Lüchow-Dannenberg.

Zweck der Stiftung ist es, Personen, die infolge ihrer seelischen Behinderung auf die Hilfe andrerer angewiesen sind, selbstlos zu fördern und das öffentliche Gesundheits- und Wohlfahrtswesen zu unterstützen. Die Stiftung ist kooperatives Mitglied der Arbeiterwohlfahrt.

Der Kastanienhof liegt im Hannoverschen Wendland in Prezelle, einer dörflichen Idylle. In Prezelle leben circa 400 Menschen.

Das Anwesen ist ein ehemaliger umgebauter Bauernhof und liegt inmitten eines 7.000 qm großen eingefriedeten Grundstückes mit altem Baumbestand und Weideflächen für die Tiere.

Das Anwesen wurde beim Kauf bewusst so gewählt, dass es den behinderten Menschen die Möglichkeit bietet, sich in eine überschaubare Dorfgemeinschaft zu integrieren.

Das Team im Kastanienhof

Die Mitarbeiter kommen aus verschiedenen Berufsgruppen wie der Heilerziehung, Altenpflege, Sozialarbeit und Erziehung.

Der den Kastanienhof betreuende Psychiater ist regelmäßig zur Visite im Haus und steht uns in Krisensituationen zur Verfügung. Mit der Psychiatrischen Klinik Uelzen besteht eine enge Zusammenarbeit.

 

Über uns

Anfang 1992 sind wir (Christian Gilbert, Christiane Bähr und Sigrid Baum) ins Wendland gezogen, um hier eine familienähnliche Langzeiteinrichtung für chronisch psychisch kranke Menschen zu schaffen.

Damit verwirklichte sich ein jahrelanger Wunsch von Frau Bähr, die zuvor lange Zeit in einem psychiatrischen Pflegeheim gearbeitet hatte, in welchem seelisch behinderte Menschen in zum Teil menschenunwürdigen Verhältnissen leben mussten.

Christian Gilbert und Sigrid Baum (beide eng mit Frau Bähr befreundet) kamen zwar aus anderen Berufen, kannten solche Missstände jedoch aus ihrem freiwilligen sozialen Engagement und ließen sich dadurch für Frau Bähr’s Idee schnell begeistern.

Christian Gilbert brachte die finanziellen Möglichkeiten und das notwendige Organisationstalent für den Aufbau unserer Einrichtung mit und erwarb Ende 1991 den „Kastanienhof“ in Prezelle, welcher durch Zufall entdeckt wurde und sich für unser Vorhaben ideal eignete.

Frau Baum brachte kaufmännische, hauswirtschaftliche, gärtnerische und pflegerische Fähigkeiten mit ein. Letztere besonders durch die jahrelange Pflege ihres Multiple-Sklerose-kranken Ehemannes, welcher auf dem „Kastanienhof“ ebenfalls eine neue Heimat fand und von uns gemeinsam gepflegt und betreut wurde.

Mit Sack und Pack und Haushaltsgegenständen jeglicher Art aus drei verschiedenen Haushalten und vor allem mit Idealismus, Hoffnung und der Entschlossenheit unseren Traum zu verwirklichen, verließen wir unsere Allgäuer Heimat und begannen, den „Kastanienhof“ zu renovieren und für unsere zukünftigen Bewohner freundlich zu gestalten.

Die Heimerlaubnis erhielten wir erst nach 9 Monaten, so dass wir im ersten Jahr alle unentgeltlich arbeiteten, um das Projekt zu ermöglichen. Schon vor der Erteilung der Heimerlaubnis wurden die ersten Heimbewohner als Gäste bei uns aufgenommen. Sogar ein Baby wurde geboren und zusammen mit der Mutter von uns betreut.

Nach der offiziellen Eröffnung füllte sich unser Haus dann ganz schnell mit 7 betreuungsbedürftigen psychisch kranken Menschen, die auf Grund unterschiedlicher Defizite Hilfe zur Bewältigung des alltäglichen Lebens benötigten.

In den ersten beiden Jahren lebten wir mit unseren Heimbewohnern wie in einer Großfamilie zusammen.

Im weiteren Verlauf mussten wir erkennen, dass wir auch in unserer Freizeit ständig beansprucht wurden, so dass Abgrenzung äußerst schwierig und ein Energieauftanken innerhalb der Einrichtung nahezu unmöglich wurde. Konsequenz war die räumliche Trennung.

Um unserem Anspruch einer Bewohner orientierten, ganzheitlichen und individuellen Betreuung gerecht zu werden, war es erforderlich, weitere Mitarbeiter einzustellen, die mit uns zusammen bereit waren, jeden Bewohner unabhängig von seinen eigenen Wertvorstellungen in seiner Persönlichkeit zu akzeptieren, ihm zu einem lebenswerten Alltag zu verhelfen, bereits vorhandene Fähigkeiten und Interessen zu fördern, neue Tätigkeiten mit ihm zu erproben, seine Selbständigkeit zu fördern und ihm Zuwendung und Geborgenheit zu vermitteln.

 Um die Zukunft unseres Projektes auch auf lange Sicht zu sichern, errichtete unser mittlerweile verstorbene Freund Herr Gilbert, 1998 die gemeinnützige Stiftung Kastanienhof, deren Zweck es vor allem ist, Personen, die infolge ihrer seelischen Behinderung auf die Hilfe anderer angewiesen sind, selbstlos zu fördern und das öffentliche Gesundheits- und Wohlfahrtswesen zu unterstützen.

Das Heim „Kastanienhof“ ist Bestandteil des Stiftungsvermögens.

1999 wurde die Stiftung Kastanienhof korporatives Mitglied der AWO, um eine Anbindung an größere Träger der freien Wohlfahrtspflege herzustellen.

2002 entstand mit Hilfe von Spendengeldern der Aktion Mensch in einem Nebengebäude eine Wohntrainingseinheit für drei Personen, in der an noch vorhandenen alltagspraktischen Schwierigkeiten ganz gezielt gearbeitet wird, um auf ein Leben außerhalb der Einrichtung in weniger betreuten Wohnformen vorzubereiten.

Seit Oktober 2003 bieten wir auch ambulantes betreutes Wohnen an. Ein nicht unwichtiger Aspekt für die Schaffung dieses Angebotes war der Wunsch dreier ehemaliger Heimbewohner, von uns stundenweise ambulant in ihren eigenen Wohnungen weiter betreut zu werden.

Derzeit leben 10 Heimbewohner im Haupthaus, drei weitere werden in der dem Wohnheim angegliederten Wohntrainingsgruppe gezielt auf ihren Auszug vorbereitet.

Kontakt

Stiftung Kastanienhof Heimleitung:

Sigrid Meurer und Florian Schier

Fuhrweg 8
29 491 Prezelle

Fon 05848 – 358
Fax 05848 – 1358

info@stiftung-kastanienhof.de